Lohnt sich eine Tagesflatrate für mobiles Surfen?

Wer unterwegs ist und nur sporadisch im Internet surfen möchte, für den ist ein Surf Stick mit Tagesflatrate eine bequeme Alternative zu Verträgen mit langen Laufzeiten und teuren Tarifen. Auch im Vergleich zu Internet-Tarifen in vielen Hotels oder in Internet-Cafés ist ein Surf Stick mit Tagesflatrate für alle, die nur gelegentlich beruflich oder auf Reisen das Internet nutzen wollen, immer noch günstiger.

Surf Stick

Vor Nutzung der Tagesflatrate benötigt man einen Surf Stick, der die Form und den Anschluss eines herkömmlichen USB Sticks hat. Der Surf Stick ist meist mit einer SIM-Card versehen, auf der Ihre Zugangsdaten gespeichert sind und die analog zum Handy funktioniert. Über das integrierte HSDPA-Modul wird das Surfen im Internet mit DSL-Geschwindigkeit ermöglicht. Das Senden und Empfangen der Daten erfolgt auf Basis des Mobilfunkstandards UMTS. Abhängig vom jeweiligen Anbieter können so Übermittlungsgeschwindigkeiten zwischen 3,6 und 7,2 MBit/s erreicht werden, die allerdings von manche Anbietern ab einer bestimmten Datenmenge, z.B. 1 GB gedrosselt werden. Der Surf Stick wird einfach in den USB-Port von Laptop, Notebook oder PC gesteckt und schon kann es los gehen. Der Preise von Surf Sticks können je nach Anbieter und gewählten Tarif (Laufzeitvertrag, Prepaid) sehr stark variieren.

Tagesflatrate

Wie bei DSL-Tarife auch sind die Angebote für Tagesflatrates sehr zahlreich und unterschiedlich in Preis für Flatrate und Hardware, Abrechnungsmodus, Geschwindigkeit und Netzerreichbarkeit. Auch die angebotenen Geschwindigkeit, mit im Netz gesurft werden kann sowie das zur Verfügung stehende Datenvolumen sind von Betreiber zu Betreiber verschieden. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, welches Angebot von welchem Betreiben für Sie die richtige Wahl ist.

Abrechnungsmodus

Die Abrechnungsart einer Tagesflatrate stellt einen wesentlichen Unterschied der einzelnen Angebote dar. Normalerweise ist eine Tagesflatrate für einen Tag gültig, daher auch der Name. Wenn man also an einem Tag abends gegen 23 Uhr erstmals online geht, dann fällt der Pauschalpreis für die Tagesflatrate erstmals an. Surft man bis nach 24 Uhr weiter, zahlt man für 2 Tage. So rechnen beispielsweise Anbieter wie Fonic oder Telekom ab. Vodafone dagegen rechnet die Tagesflatrate nach dem 24-Stunden-Prinzip ab, d.h. man bezahlt für einen Tag und kann mit der Flatrate tageübergreifend volle 24 Stunden surfen.

Netz

Bei der Auswahl einer passenden Tagesflatrate sollte auch die Erreichbarkeit des von Anbieter genutzten Mobilfunknetzes berücksichtigt werden. Während die Netze von Vodafone und Telekom bei der Überprüfung von Verfügbarkeit und Sprachqualität nicht nur in großen Städten, sondern auch in schwer zu versorgenden ländlichen Gebieten fast durchgehend sehr gut abschnitten, gelten die Mobilfunknetze von E-Plus oder o2 vor allem in ländlichen Gebieten als schwer erreichbar. Auch bestehen im HSDPA-Netzausbau der verschiedenen Provider große Unterschiede, die vor allem Auswirkungen auf die Geschwindigkeit haben, mit der mobil gesurft werden kann.

Geschwindigkeit

Bei den großen Providern Telekom, Vodafone oder auch o2 surft man auch mobil meist mit DSL-Geschwindigkeit, die zwischen 3,6 MBit und bis zu 7,2 MBit/s liegt. Die Spitzengeschwindigkeit von 7,2 MBit/s wird allerdings nur in den seltensten Fällen und in ausgewählten Gebieten technisch erreicht werden können. Nach dem Überschreiten eines bestimmten Datenvolumen (meist 1 GB, bei Fonic, Congstar und Blau.de 0,5 GB) drosselt der Betreiber für den Rest des laufenden Monats die Surfgeschwindigkeit, meist auf GPRS-Bandbreite (56 bzw. 64 kBit/s) oder auf UMTS-Niveau (384 kBit/s).

Tarife

Wer wirklich nur im Urlaub oder beruflich gelegentlich unterwegs ins Internet gehen will, für den lohnt sich eine Tagesflatrate auf Prepaid-Basis ohne monatliche Grundgebühren. Hier fallen lediglich einmalige Anschaffungskosten für den Surf Stick und die Tagespauschale für das Surfen an. Günstige Angebote dafür bieten u.a. die Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone, Congstar, o2, Fonic oder Base an. Wer allerdings täglich oder mehrmals in der Woche im Internet surft, sollte über andere Vertragsmöglichkeiten, z.B. eine monatliche Flatrate für mobiles Internet nachdenken.