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Zahnbehandlung zu teuer? Das muss nicht sein

Regelmäßiges Zähneputzen ist unentbehrlich für eine gute Mundhygiene.

Regelmäßiges, gründliches Zähneputzen ist sicherlich die wichtigste Maßnahme für ein gesundes Gebiss.

Der Gang zum Zahnarzt verursacht nicht nur Unbehagen, er wird auch immer kostenintensiver. Wer auf eine umfangreiche Zahnsanierung angewiesen ist, der muss unter Umständen eine Rechnung begleichen, bei der es um Tausende von Euro geht. Zwangsläufig muss man allerdings nicht so tief in die eigene Tasche greifen.

Teure Zahnbehandlung, mangelhafte Aufklärung

Eine Frau aus Bad Salzuflen unterzog sich bei einem Kieferchirurgen einer anspruchsvollen und kostspieligen Implantatbehandlung mit Knochenaufbau. Dabei erfolgte der Aufbau des Ober- und Unterknochens durch gezüchtetes Knochenmaterial. Für die Operationen fiel bislang eine Rechnung von 42.000 Euro an. Davon hätte die heute 56 Jahre alte Patientin einen Anteil von 16.000 Euro selber tragen müssen, so die Meinung der Abrechnungsgesellschaft des Kieferchirurgen. Über die möglichen Kosten und alternative Vorgehensweisen sei sie im Vorfeld nicht in Kenntnis gesetzt worden. Nach Abschluss der Behandlung sei von einem Gesamtbetrag in Höhe von 90.000 Euro auszugehen.

Patientin hätte bei genauer Erklärung anders entschieden

Die Frau wollte die enorme Summe nicht zahlen, woraufhin sie die Abrechnungsgesellschaft verklagte. Der Fall landete vor dem Landgericht Detmold, das der Frau Anfang 2013 Recht gab. Das zweitinstanzliche Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hat dies nun bestätigt. Die Patientin muss sich nicht an der teuren Zahnbehandlung beteiligen, weil sie ihr nicht zugestimmt hätte, wenn sie von Beginn an von den gewaltigen Kosten gewusst hätte, hieß es in dem Richterentscheid. Der Honoraranspruch wurde abgewiesen (AZ: 26 U 35/13).

Zahnärzte müssen über günstigere Methoden informieren

Des Weiteren wies das Gericht darauf hin, dass der Dame – anders als ordnungsgemäß vorgesehen – keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten mitgeteilt worden sind. Der in dem Fall zurate gezogene Sachverständige erläuterte, dass es durchaus andere Methoden gegeben hätte, die zudem preisgünstiger gewesen wären. Neben der Verwendung von gezüchtetem Knochenmaterial wären dies der Einsatz eines Knochenersatzmittels oder der Rückgriff auf Knochenmaterial aus dem Beckenkamm der Patientin gewesen. Obendrein habe der Arzt auch noch die Risiken der angewandten Methode verharmlost. Die ausstehenden Raten muss die 56-Jährige nicht zahlen.

Fazit

Verbraucher müssen sich mit den Kosten einer teuren Zahnbehandlung nicht abfinden, wenn sie sich bei einer korrekten Aufklärung über alternative Verfahren gegen die kostenintensivere Maßnahme entschieden hätten. Grundsätzlich raten Experten aber immer dazu, bei einer aufwendigen Therapie einen zweiten Arzt zu konsultieren, um zu prüfen, ob dies die richtige Methode sei. Vor hohen Extrakosten schützt zudem eine passende Zahnzusatzversicherung.

 
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